Donnerstag, 17 of Oktober of 2019

Kulturpolitik in Hamburg

Bilanz und Blick nach vorn

Sonntag, 06. Februar 2011 |  12:00 Uhr
Galerie der Schlumper, Neuer Kamp 30, 20357 Hamburg

mit: Günter Oppermann (Betriebsratsvorsitzender Deutsches Schauspielhaus), Dr. Jürgen Bönig (Museum der Arbeit / Stiftung Historische Museen) und Norbert Hackbusch (MdHB DIE LINKE, Vorsitzender des Kulturausschusses). Es moderiert Luc Jochimsen, kulturpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE.

Es laden ein:  Jan van Aken (MdB), Luc Jochimsen (MdB), Norbert Hackbusch (MdBü), Prof. Dr. Norman Paech

Hamburgs Kulturlandschaft ist aufgewühlt wie noch nie. Das Altonaer Museum sollte von heute auf morgen dichtgemacht, der künstlerische Etat des Schauspielhaus halbiert werden. Die Galerie der Gegenwart war monatelang geschlossen. Die Bücherhallen sollen zum x-ten Mal massive Einsparungen hinnehmen, die Privattheater ihre dringend benötigte Fördermittelerhöhung wieder verlieren… um nur die bekanntesten Beispiele aus der Giftliste des schwarzgrünen Senats zu nennen.

Hamburg hatte selten einen kulturpolitisch so katastrophalen Ruf wie im Herbst 2010, nachdem der CDU/GAL-Senat die ungeheuerlichen Kürzungen vorgeschlagen hatte. Schon im Sommer war Hamburg als „Stadt der Parkhäuser“ (Süddeutsche Zeitung), die KünstlerInnen vergrault und zur Kulturwüste verkommt, bundesweit in den Schlagzeilen. Jetzt winkt Hamburg ein Senat mit einem kulturdesinteressierten Olaf Scholz und einem mächtigen Senator Horch, der unter Kulturpolitik vor allem die Finanzierung und Vermarktung der Elbphilharmonie versteht.

Zugleich jedoch ist die Kultur in der Stadt wieder zu einem lebendigen Feld gesellschaftlicher Auseinandersetzung geworden – dabei hat nicht zuletzt das Gängeviertel ein entscheidende Rolle gespielt. Bei den Protesten im Herbst zeigten die kulturellen Akteure der Stadt, dass sie entschlossen und solidarisch kämpfen können. Angesichts der dunklen Wolken am Horizont der Kulturlandschaft wird künftig aber noch einiges an Gegenwehr nötig sein.

Wie ist also die Kulturpolitik der letzten Jahre zu bewerten? Welche Rolle spielt die Elbphilharmonie dabei?  Wie nehmen die kulturellen Akteure die Kulturpolitik der Stadt wahr, und wie ist ein konstruktiver Dialog zwischen Politik und Kultur möglich? Nach welchen Kriterien soll Hamburgs Kulturpolitik künftig gestaltet werden? Diese und andere Fragen wollen wir diskutieren mit Günter Oppermann (Betriebsratsvorsitzender Deutsches Schauspielhaus), Dr. Jürgen Bönig (Museum der Arbeit / Stiftung Historische Museen) und Norbert Hackbusch (MdHB DIE LINKE, Vorsitzender des Kulturausschusses). Es moderiert Luc Jochimsen, kulturpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE.


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